Reifendruckrechner für Rennräder

Der Druck auf der Reifenflanke ist eine Obergrenze, keine Empfehlung, und fast immer zu hoch. Lass dir stattdessen passende Werte für Vorder- und Hinterrad aus Gewicht und Reifenbreite berechnen.

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Wie viel Reifendruck fürs Rennrad?

Wenn du noch mit 23-mm-Reifen und 120 psi gelernt hast, Rennradreifen aufzupumpen, ist es Zeit für neue Gewohnheiten. Moderne Rennradreifen sind breiter, 28 und 30 mm sind längst Standard. Auf echtem Asphalt rollen sie mit weniger Druck schneller, nicht langsamer. Oberhalb des optimalen Drucks schluckt der Reifen Unebenheiten nicht mehr, beginnt zu springen und belastet Hände und Rücken.

Der Rechner sucht den Druck, bei dem jeder Reifen unter seiner Last etwa 15 % einfedert. Das ist ein guter Kompromiss aus Rollwiderstand, Grip und Durchschlagschutz. Weil Vorder- und Hinterrad unterschiedlich belastet werden, erhalten sie verschiedene Werte. Dieselbe in Route Companion verwendete Berechnung wurde mit veröffentlichten Reifenmessungen abgeglichen und liegt bewusst eher etwas niedriger: Auf echten Straßen kosten wenige psi zu wenig fast nichts, während zu viel Druck Komfort und Geschwindigkeit kostet.

Typischer Rennrad-Reifendruck nach Gesamtgewicht

GesamtgewichtVornHinten
60 kg56 psi / 3.9 bar59.5 psi / 4.1 bar
70 kg64 psi / 4.4 bar68 psi / 4.7 bar
80 kg72.5 psi / 5.0 bar76.5 psi / 5.3 bar
90 kg80.5 psi / 5.6 bar85.5 psi / 5.9 bar
100 kg88.5 psi / 6.1 bar94 psi / 6.5 bar

Ausgangswerte für einen 28-mm-Tubeless-Reifen auf normalem Asphalt bei ruhigem Tempo und 700C-Laufrädern. Breitere Reifen und rauere Straßen brauchen weniger Druck. Nutze oben den Rechner für dein genaues Setup.

Auf die Straße abstimmen

Glatter, frischer AsphaltWenn du ein strafferes Fahrgefühl magst, kannst du den Ausgangswert um einige psi erhöhen.
Typische, ausgebesserte StraßenÜbernimm den berechneten Wert unverändert.
Rauer Splittasphalt, nassSenke den Druck um 2–4 psi für mehr Grip und Komfort. Auf rauem Untergrund ist weniger Druck meist schneller.

Häufige Fragen

Welcher Druck passt für 28-mm-Rennradreifen?

Für einen 70-kg-Fahrer mit 28-mm-Tubeless-Reifen sind etwa 64 psi vorne und 68 psi hinten auf normalem Asphalt ein guter Ausgangspunkt. Schwerere Fahrer brauchen mehr, breitere Reifen weniger. Nutze den Rechner für dein genaues Gewicht und deine Reifenbreite.

Sind 100 psi für Rennradreifen zu viel?

Für die meisten mit 28 mm breiten oder breiteren Reifen: ja. Bei 100 psi schluckt der Reifen Unebenheiten kaum noch und beginnt zu springen. Das ist langsamer und unkomfortabler. Sinnvoll ist so viel Druck höchstens bei sehr hohem Gewicht und schmalen Reifen.

Sollte der Reifendruck vorne und hinten unterschiedlich sein?

Ja. Dein Hinterrad trägt beim Rennrad ungefähr 51 bis 52 Prozent des Gewichts und braucht deshalb einige psi mehr, damit beide Reifen gleich weit einfedern. Bei gleichem Druck wäre der Vorderreifen etwas zu hart.

25 vs. 28 vs. 30 mm – wie stark verändert die Breite den Druck?

Deutlich. Mit jedem Schritt von 25 auf 28 und 30 mm wächst das Luftvolumen, deshalb kann derselbe Fahrer den Druck um mehrere psi senken. Das ist ein Grund, warum breite Tubeless-Rennradreifen schnell und geschmeidig rollen. Gib deine tatsächliche Reifenbreite ein, damit der Wert stimmt.

Tubeless vs. Schläuche auf der Straße – spielt das eine Rolle?

Ein wenig. Tubeless-Setups können etwas weniger Druck fahren, weil kein Schlauch eingeklemmt werden kann und sich geschmeidige Karkassen leichter verformen als verstärkte. Wähle dein Setup im Rechner aus, dann wird die Empfehlung angepasst.

Andere Disziplinen

Stimme den Druck auf die Route ab, nicht nur auf das Rad.

Route Companion berechnet denselben Wert für deine tatsächliche Route und zeigt ihn zusammen mit Wetter, Kleidung und Verpflegung in der Tourvorbereitung. So stellst du den Reifendruck passend für den Tag ein und fährst los.

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